Diakonie

Geschafft!

Die Räume der Ebersberger Tafel strahlen in frischem Glanz.

17. Juli 2019. Nach einer aufwändigen bauphysikalischen Sanierung und Neueinrichtung sind die Räume der Ebersberger Tafel auch offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden. In herzlicher Atmosphäre feierten die zahlreichen Ehrengäste diesen Anlass, vom Bürgermeister Walter Brilmayer, Stadträten, Kirchenvorstehern über Dekan Josef Riedl, den beteiligten Handwerkern, Spendern bis hin zu den Ehrenamtlichen des Tafel-Teams und den Tafel-Kunden.

Wer früher die Räume unter der Heilig-Geist-Kirche betrat, hatte sofort den Geruch eines alten, feuchten Kellers in der Nase. Was an sich bei einem Gebäude aus den späten 50er Jahren weder ungewöhnlich noch schlimm ist, war in diesem Fall aber ein echtes Problem. Denn einmal pro Woche findet hier die Ausgabe von Lebensmitteln durch die Ebersberger Tafel statt. Die permanente Gefahr der Schimmelbildung und die schlechte Luftqualität war aus hygienischen wie auch gesundheitlichen Gründen eine Belastung.

Als kompliziert erwies sich die Klärung der Frage von Zuständigkeit und Finanzierung. Mit einer unerwartet kräftigen Finanzspritze machte der Ebersberger Stadtrat den Weg frei.

Die Firma Pluggit, deren Geschäftsführer Ebersberger ist, stiftete die Lüftungsanlage und deren Installation, die Ebersberger Firma Mitterhofer machte mit einer Spende den Weg zu einer neuen Küche frei. Das Evangelische Dekanat Rosenheim und das Diakonische Werk Rosenheim unterstützen ebenfalls bei der neuen Ausstattung der Räume. Und viele Privatpersonen haben mit ihren kleinen und großen Spenden zum Gelingen beigetragen.

Mit dem ehemaligen Kirchenvorsteher und Baufachmann Prof. Dr. Helmut Weber und seinem Büro hatte die Kirchengemeinde den perfekten Fachmann für die Planung und Koordination, der seinen Aufwand für die Maßnahme komplett als Spende leistete. Weber sicherte mit seinem Förderverein auch das finanzielle Risiko für die Kirchengemeinde ab, das zwischenzeitlich durch die üblichen und obligatorischen „Überraschungen“ einer Altbausanierung bestand. Hilfe und Stimme für die Armen zu sein ist der Auftrag aller Christen, so sieht es auch der Pfarrgemeinderat der katholischen Pfarrgemeinde St. Sebastian und trug mit seinem Zuschuss im Wesentlichen dazu bei, die Kostensteigerung auszugleichen. Ein weiteres Zeichen der guten und tragfähigen Ökumene in Ebersberg.

„Die größten Helden sind für mich aber die Ehrenamtlichen der Ebersberger Tafel“, so Pfarrer Everts. „Ohne sie gäbe es die Tafel nicht. Ohne sie wäre es nie zu der Sanierung gekommen. Vieles haben sie in Eigenleistung erbracht. Das Team hat zu seiner ohnehin bewundernswerten Arbeit in den vergangenen Wochen Großartiges geleistet.“

Für Pfarrer Everts ist der erfolgreiche Abschluss dieses Projektes ein gutes Beispiel, wie wichtig und segensreich es ist, wenn viele Partner sich mit ihren jeweiligen Stärken einer Sache annehmen. „Als Kirchengemeinde könnten wir niemals eine Tafel so betreiben, wie es das Diakonische Werk Rosenheim hier bei uns tut. Wir hätten als Kirchengemeinde aber auch niemals die finanziellen Möglichkeiten gehabt, unsere Räume, die wir der Tafel zur Verfügung stellen, so zu ertüchtigen. Ich bin allen dankbar, die sich für das Gelingen des Projektes eingesetzt haben und freue mich sehr für die Menschen, für die wir das alles am Ende ja tun.“

Schriftgröße ändern
Kontrast
Hier klicken um den markierten Text vorlesen zu lassen.