Diakonie

Aus Glauben handeln

Der Begriff Diakonie stammt aus dem Griechischen und bedeutet Dienst. Für Christen hat der Glaube immer auch Folgen. Deshalb ist der Dienst am Nächsten ein unverzichtbares Merkmal von Kirche. Für Menschen da zu sein ist eine andere Form von Gottes-Dienst.

Die Kirchengemeinde hat an sich selber den Anspruch, die diakonische Dimension von Kirche ganz praktisch und wahrnehmbar zu leben. Sie setzt das in zwei, beziehungsweise drei Schwerpunkten konkret um.

Kindertagesstätten

Zum einen ist die Gemeinde Träger von zwei Kindertageseinrichtungen. Das Integrative Haus für Kinder DIE ARCHE in Ebersberg und der Evangelische Integrationskindergarten IM DACHSBAU in Kirchseeon. Zusammen werden ungefähr 140 Kinder betreut. Doch es geht um viel mehr als Betreuung. Es geht vielmehr um Begleitung ganz eigenständiger, wundervoller Persönlichkeiten, die meist im Alter von rund drei Jahren zu uns kommen. Wir nehmen jedes Kind ernst. Jedes Kind ist uns wichtig. In jedem Kind sehen wir ein Gottesgeschenk. Und jedes Kind soll bei uns das bekommen, was es individuell für seine Entwicklung braucht. Darum ist es für uns selbstverständlich, dass beide Einrichtungen seit ihren ersten Anfängen auch sogenannte Integrationshäuser sind. Das bedeutet, dass wir auch Kinder aufnehmen, die besonderer Förderung in körperlicher, geistiger oder emotionaler Hinsicht brauchen. Diese Kinder lehren die ganze Gemeinschaft, dass jeder Mensch auf seine Weise besonders ist. Und so, wie die Kinder in Arche und Dachsbau lernen, gemeinsam Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen, so gehören auch die ganzen Familien dazu. Die Kirchengemeinde freut sich über das außerordentliche Engagement der Eltern. Zusammen mit dem hohen Anspruch der Teams an sich selber wird sichtbar, was Diakonie bedeutet.

Ebersberger Tafel

Die Ebersberger Tafel ist eine Initiative des Diakonischen Werks Rosenheim in Zusammenarbeit mit der katholischen Pfarrei St. Sebastian und der evangelischen Kirchengemeinde. Sie wurde 2002 gegründet mit dem Ziel, qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die der Einzelhandel nicht mehr verwendet, an Bedürftige zu verteilen. Derzeit nutzen circa 60 Menschen die Tafel regelmäßig. Dabei hat die Ebersberger ein besonderes Merkmal, das sie von vielen anderen Tafeln unterscheidet: Hier wird der Begriff Tafel in seiner ganzen Bedeutung umgesetzt. Das heißt, es werden nicht nur Lebensmittel ausgegeben, sondern in vielen Festen und Aktionen über das ganze Jahr hinweg wird Gemeinschaft gestaltet und erlebt. Das sind gemeinsame Ausflüge, Grillfeste oder zum Beispiel der Nikolaus-Nachmittag. Die Kirchengemeinde unterstützt die Tafel dabei nach Kräften, indem sie die Räume in Kirche und Gemeindehaus und finanzielle Mittel zur Verfügung stellt und die ganze Tafel-Gemeinschaft, also Team und Kunden als Teil der Gemeinde versteht. Schirmherr ist der Erste Bürgermeister der Stadt Ebersberg, Walter Brilmayer.

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